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sabisteb

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 10:50

Some fairy tales may be 6000 years old

Zitat

When it comes to the origin of Western fairy tales, the 19th century Brothers Grimm get a lot of the credit. Few scholars believe the Grimms were actually responsible for creating the tales, but academics probably didn’t realize how old many of these stories really are. A new study, which treats these fables like an evolving species, finds that some may have originated as long as 6000 years ago.

The basis for the new study, published in Royal Society Open Science, is a massive online repository of more than 2000 distinct tales from different Indo-European cultures known as the Aarne–Thompson–Uther Index, which was compiled in 2004. Although not all researchers agree on the specifics, all modern Indo-European cultures (encompassing all of Europe and much of Asia) descended from the Proto-Indo-European people who lived during the Neolithic Period (10,200 B.C.E.–2000 B.C.E.) in Eastern Europe. Much of the world’s modern language is thought to have evolved from them.
http://www.sciencemag.org/news/2016/04/s…-6000-years-old
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Restitutus

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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 23:05

Das ist weitgehend Unsinn. Es ist sattsam bekannt, dass die Grimms serienweise Perrault und andere ausländische Märchenbücher ihrer Zeit plagiiert haben. Aschenputtels Schuh haben sie sogar bei Strabon geklaut. Und die Schöne und das Biest kommt bei ihnen überhaupt nicht vor.
Wäre ich ein Betrüger, würde ich mich jetzt mit Politik oder
mit Literatur beschäftigen, mit irgend etwas Überflüssigem.

Ivan Cankar, slowenischer Schriftsteller

sabisteb

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Donnerstag, 29. Dezember 2016, 23:54

Das mag sein, aber was sie zum plagiieren hinzugezogen haben, hatte wohl bereits selber tiefe mythologische Wurzeln. Die Grundprinzipien lassen sich einfach zusammenfassen. Da gibt es einen russischen Wissenschaftler, der hat die grundlegenden Prinzipien und in welcher Reihenfolge sie auftreten müssen, analysiert.

Morphologie des Märchens von Wladimir Jakowlewitsch Propp

Zitat

Der russische Märchenforscher Wladimir Jakowlewitsch Propp verband den Begriff Zaubermärchen mit einem elastischen Handlungsschema, welches eine Reihe von maximal 31 Funktionen umfasst; die Handlungsreihe beginnt mit einem Mangel, der Zufügung eines Schadens (Raub, Verjagung u. ä.) oder mit dem Wunsch, eine Sache zu besitzen, beinhaltet Prüfungen und durchzustehende Kämpfe des Protagonisten, Verbote und ihre Übertretung, die Begegnung mit dem Schenker des Zaubermittels, und endet mit dem siegreichen Erfolg, der Rückkehr oder Ankunft des Helden, seiner Heirat und fallweise der Thronbesteigung. Dabei sind nicht alle Funktionen verpflichtend, sondern Propp geht von einem kompositionellen Kern aus, der sehr vielen und ganz verschiedenartigen Sujets zugrunde liegen kann. Als einzige unentbehrliche Funktion nennt Propp die Situation des Mangels oder der Schädigung, der die Beseitigung durch einen Zauber im Verlauf der Erzählung folgt. Die 31 Funktionen können auf sieben Handlungsträger verteilt sein: den Antagonisten, den Geber des Zaubermittels, den Helfer, die gesuchte (begehrte) Person, den Sender, den Helden und den falschen Helden oder Unhelden. Propp bezog sich in seinen Forschungen auf das russische Zaubermärchen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zauberm%C3%A4rchen

Diese zugrundeliegenden Erzählmuster und Prinzipien können schon sehr sehr alt sein.
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